Tag 4.

Beaufort, NC, 4.April 2010

Frohe Ostern, meine Lieben.

0403

So, es ist Ostern aber ihr wollt ja wissen was gestern los war.

Also wir sind mal wieder relativ zeitig aufgestanden und nach einem kleinen Fruehstueck ergab es sich irgendwie, dass wir trotz anderer Plaene beide anfingen ein wenig am Schiff zu werkeln. Ich habe mich der blinden Fenster angenommen und endlich die Folie abgeschrubbt die seit der Schiffstaufe die Aussicht behindern. Die vielen Jahre Sonneneinstrahlung haben den Scheiss endlich muerbe gemacht und so kann man jetzt von drinnen aus sehen was draussen los ist. Leider tat ich dies mit freiem Oberkoerper. Lichtschutzfaktor 8 ist selbst im Fruehling zu wenig und so hab ich jetzt nen verbrannten Ruecken und die Arme ziehen auch ein wenig. Naja, Luxusprobleme im April. Jens hat in der Zwischenzeit die Pinne demontiert und sich Gedanken ueber unser defektes Bordnetz gemacht. Die gut eingeschaeumte 45kg Bordbatterie muss ausgebaut werden, war das Ergebnis seiner Ueberpruefung. Also mit vereinten Kraeften ans Werk. Trotz der Pinne, die als guter Hebel fungierte eine anstrengende Arbeit bei Temperaturen von ueber 30 Grad unter Deck. Aber nach einigem Gefluche waren wir erfolgreich. Und nach ca. 4 Std. Arbeit hatten wir genug und sind zum duschen. Schliesslich wollte ich mir noch beim Friseur einen pflegeleichten Haarschnitt verpassen lassen. Leider hatten alles Friseure schon geschlossen und so musste ich mit meiner Hippiematte in die Kirche. Noch ein paar Einkaeufe fuers Osterfruehstueck und dann, nach einem Burgerabendbrot im Dockyard-Cafe, nochmal auf EIN Bier in den Backstreet-Pub. Danach ab nach Haus und der Skipper gleich in die Koje. Ich hingegen schrieb noch ein wenig um meine Leute auf dem Laufenden zu halten.

Nachtschicht.

0403

Heute morgen zwar kein Fruehgottesdienst, dafuer aber ein richtiges Osterfruehstueck. Ein Traum in Speck, sag ich euch. Spiegeleier mit Speck satt, dazu ein richtiger Grapefruitsaft, echtes Weissbrot (angeblich italienisch) und Schokoeier.

Mhhm... Speck...

Endlich mal was zu essen.

Anschliessend auf zur Presbytarian Church in den Ostergottesdienst. Eine recht nuechterne Angelegenheit. Ziemlich aehnlich zu dem was ich aus meiner Gemeinde gewohnt bin, nur das man zu Beginn des Gottesdienstes aufgefordert wurde sich in der Kirche zu bewegen und die Leute mit den bald Worten „The peace of god be with you.“ als Antwort „And also with you“ zu begruessen. Fand ich erst ein wenig albern, war dann aber doch ganz witzig. Jedenfalls eine rein weisse Veranstaltung und man hat sich ueber unsere Anwesenheit sehr gefreut.

Ich mag jetzt nicht mehr weiterschreiben aber ich werde euch bald ueber den sehr erfolgreichen Fortgang des Ostertages berichten.

Henning

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